“Es ist schade und traurig wie alles gelaufen ist.”
“Die Kluft wird immer grösser.”
“Seit Jahren haben wir keinen Kontakt mehr.”
“Ich wünschte ich könnte die Zeit zurück drehen!”

Streit

Es ist schade und traurig wenn es soweit kommt, dass man nicht mehr zueinander findet; aber es hat immer einen tiefer liegenden Grund. Partner, die sich auseinander gelebt haben; Eltern und Kinder die nicht mehr zueinander finden; Geschwister oder Freunde, die sich plötzlich gegenseitig Vorwürfe machen…

Die Kunst ist es zu sehen, wie so ein Prozess entsteht und was es einem letztendlich gebracht hat. Das meine ich im positiven Sinne. Jede Erfahrung, schmerzhaft oder schön, hat einen Ursprung und bringt mir auch immer einen Schatz an Erfahrung. Wenn ich das sehen und erkennen kann, dann komme ich auch weiter und verzweifle bzw. verbittere nicht aus Enttäuschung. Wie oft passiert es, (nicht?) dass ein Familienstreit über Jahre hinweg auf das Leben der Familienangehörigen einen Schatten wirft?

Es ist wirklich wichtig, sich zu entscheiden wie man seine Erfahrungen im konstruktiven Sinne nutzen möchte – will man ihnen nicht ausgeliefert sein. Hinzu kommt, dass man andere Menschen nicht ändern kann sondern nur sich selbst. Also, ich kann mich entscheiden, aus einer Erfahrung zu wachsen und die positive Seite zu sehen (und wenn ich es schaffe, auch den Prozess des anderen zu sehen), oder ich entscheide mich über diese Erfahrung zu urteilen und daraus meine Schlussfolgerung zu treffen und mir eine Mauer, bzw. Konsequenzen zu ziehen und Urteil auf Urteil aufzubauen. Das letzte hat auf jedenfalls noch nie Menschen zusammen geführt, in Gegenteil, man entfernt sich immer weiter on einander, weil man versucht ist, sich gegenseitig, die Schuld zuzuweisen.

“Bisher hat leider jegliche Kommunikation zu einem schlechteren Verhältnis geführt!”

Leider kommt das sehr häufig vor. Oftmals liegt es daran, dass wir von unserem eigenen Schmerz und unserer Enttäuschung heraus kommunizieren und damit dem anderen unbemerkt die Botschaft übermitteln die Enttäuschung und den Schmerz des anderen nicht zu sehen. Somit fühlt der andere sich nicht gesehen und nicht gehört. Das macht die Kluft und die Ohnmacht noch größer!

Die Enttäuschungen kommen zustande, wenn ich an einem bestimmten Ergebnis oder Wunsch festhalte. Wenn ich möchte, dass etwas in eine bestimmte Richtung geht, was letztendlich nicht eintrifft. Dann möchte unser Ego uns beschützen und baut Vorurteile auf, um neue schmerzhafte Erfahrungen am besten gleich abzuwenden. Die Basisemotion dieses Mechanismus ist Angst! Die Frage ist ob diese Angst berechtigt ist oder mich eher blockiert?

Wenn man wieder zueinander finden möchte, muss man erst einmal gegenseitig los lassen, so dass jeder Raum und Luft bekommt zum Entspannen und um seine Gedanken wieder neu zu ordnen; d.h. Abstand zu gewinnen. Wenn die Entspannung zurück kommt, werden die Kontakte auch anders verlaufen. Aber das braucht Zeit und Geduld!

Wie nutzte ich die Zeit in der ich keinen Kontakt habe am besten?

Es ist wichtig zu wissen, dass es zwei grosse Energien/Gefühle gibt, aus denen alle anderen Emotionen entstehen: Liebe und Angst

Liebe entspannt und ist geduldig – sie beflügelt. Angst will kontrollieren und ist auf ein bestimmtes Resultat fokussiert. Aus Angst zu handeln verursacht mehr Widerstand und kostet Energie!

Ich möchte euch vorschlagen auszuprobieren, aufrichtig in Liebe loszulassen um jeden seinen eigenen Prozess zu gönnen. Mit Loslassen meine ich, den anderen in Gedanken und in Liebe hochhalten, für einander zu beten oder einfach das Beste zu wünschen ohne die eigenen Emotionen mit hinein zu bringen. Einfach ganz blanko, weil wir den anderen Menschen so lieb haben. Hierbei dürfen wir uns selbst natürlich nicht vergessen, und deshalb sollten wir auch besonders liebevoll zu uns selbst sein!

Sich bewusst auf die schönen Dinge konzentrieren. 

Die schmerzhaften Ereignisse und die Enttäuschungen überschatten oft all das Positive was ja auch trotz allem da ist! Oftmals ist es so, dass man dem Negativen einen 10-fach höheren Wert zuteilt als dem Positiven. Das ist natürlich nicht fair aber scheint menschlich zu sein. Eben weil unser Ego uns immer beschützen will! Diesen Schutz brauchen wir ja aber gar nicht, wenn wir uns wieder mit der höchsten Energie, nämlich der bedingungslosen Liebe verbinden! Abstand gewinnen is aber erst einmal der erste Schritt ….

In diesem Sinne wünsche ich uns allen Vergebung, Entspannung und bedingungslose Liebe.

Herzliche Grüsse,
Rabea Iqbal

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